• Profilaktualisierung

    Bitte haltet Eure Profile, insbesondere eMail-Adressen und Bankverbindung aktuell. Nur so können Euch alle Informationen erreichen und beim Beitragseinzug im Januar entstehen keine zusätzlichen Kosten

    mehr...
  • von Thomas Märtens

  • Warum häutet sich eine Vogelspinne?

    Aufgrund der häufigen Fragen im Forum bzgl. der Häutung einer Spinne und den immer wieder leider „gern" gemachten Fehlern, habe ich diesen Artikel als kleine Info über die am häufigsten auftretenden Fragen geschrieben, ich weise ausdrücklich darauf hin, dass dieser Artikel keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und über viele persönliche Erfahrungen berichtet, er soll daher nur als allgemeine Richtlinie gelten.

    Im Gegensatz zu den Wirbeltieren, wächst die Haut einer Vogelspinne nicht mit, daher muss die Spinne sich von Zeit zu Zeit „umziehen", um an Körpergröße zuzulegen. Die Haut dient dabei, im Gegensatz zu den Wirbeltieren, als Exoskelett. Eine Vogelspinne wird allerdings dadurch nicht immer zwangsläufig an Körpergröße zunehmen, adulte Tiere können nach einer Häutung auch kleiner sein, als zuvor.

  • Wozu dient die Häutung noch?

    Die Häutung erfolgt nicht nur, damit das Tier an Größe zulegen kann, bei den Bombardierspinnen werden u.a. die Brennhaare regeneriert, so dass nachher wieder das volle Arsenal zur Verfügung steht. Zudem werden auch andere Körperteile, wie z.B. die Buchlungen, Vorder- und Enddarm, oder auch verlorengegangene Körperteile erneuert. Hat eine Spinne sich beispielsweise eine Chelicerenklaue abgebrochen, oder ein Bein abwerfen müssen (diese Fähigkeit der Spinnen nennt man Autotomie), werden diese Körperteile ebenfalls nachgebildet, wobei die vollständige Regenerierung eines Beines meistens mehr als einen Häutungsvorgang benötigt.

  • Was passiert bei der Häutung und wie läuft sie ab?

    Die Häutung wird durch Häutungshormone (Zellbotenstoffe) in Gang gesetzt. Durch Einfluss der Häutungshormone werden Enzyme hergestellt, die zum Teil mit der Lymphflüssigkeit zwischen die Häute gepresst werden. Das Herz pumpt nun vermehrt diese Lymphflüssigkeit in das Prosoma, durch den erhöhten Druck platzt die Carapaxhaut auf, ebenso lösen sich die Pedipalpen und Beine von der alten Haut ab - dies wird durch das Auf- und Abbewegen der Cheliceren eingeleitet. Anschliessend reisst die Haut des Opisthosomas ein und die Beine werden zu Hilfe genommen, um sich durch Auf- und Abbewegungen aus der alten Haut zu lösen.

  • Wie oft erfolgt eine Häutung?

    Generell kann man sagen, dass die Häutungsintervalle mit zunehmender Größe und zunehmendem Alter des Tieres größer werden Häuten sich Spiderlinge noch im Wochen- und Monatsrhythmus, so dauert es bei juvenilen Tieren schon deutlich länger, oftmals viele Monate von der einen zur nächsten Häutung.

    Adulte Tiere häuten sich nur noch ca. einmal im Jahr, wobei man dies auch nur als Richtlinie sehen sollte, generell kann es je nach Individuum auch mal schneller gehen, oder länger dauern, einen Häutungsabstand von 15 Monaten habe ich selber bei meiner adulten Poecilotheria ornata schon beobachtet. Deutlich grössere Intervalle kommen v.a. bei sehr alten Tieren vor, ich habe von einem Häutungsintervall von 3 Jahren bei einer 17 Jahre alten P. regalis von einem unserer Mitglieder erfahren.

  • Wie lange dauert die Häutungsvorbereitung?

    Dies lässt sich pauschal nicht so sagen, auch hier benötigen größere Tiere allgemein mehr Zeit, als junge Tiere. Während der Vorbereitung kann das Tier noch im Terrarium sitzen und sogar herumlaufen und sich erst kurz vor der Häutung verbarrikadieren, oder die entsprechenden Maßnahmen treffen, es kommt aber auch vor, dass sich Vogelspinnen schon mehrere Monate vor dem Häutungsprozess verstecken und erst nach erfolgter Häutung wieder ans Tageslicht kommen. Dann wiederum gibt es einige Arten, z.B. A. geniculata, die zu Spontanhäutungen neigen - diese Arten können sogar unmittelbar vor der Häutung noch rumgelaufen sein, oder gefressen haben. Indizien, an denen man eine Häutungsvorbereitung im Allgemeinen erkennt, findet Ihr etwas weiter unten.

  • Wie lange dauert der eigentliche Häutungsprozess?

    Die Dauer einer Häutung hängt von der Größe des Tieres und auch vom Alter des Tieres ab, allgemein kann man sagen, dass die Häutung länger dauert, je größer und älter das Tier ist. Während eine Häutung bei einem Spiderling deutlich weniger, als eine Stunde dauern kann, so benötigt ein großes Tier oftmals mehrere Stunden. Die Häutung ist ein für die Spinne sehr anstrengender Vorgang, daher kann es bei alten Tieren vorkommen, dass eine Häutung durchaus auch 24 und mehr Stunden in Anspruch nehmen kann während der Häutung sind Störungen unbedingt zu vermeiden.

  • Kann ich meinem Tier bei der Häutung helfen?

    Viele Anfänger meinen, sie müssen ihre Spinne bei der Häutung unterstützen. Da sich die Tiere in der freien Natur auch alleine häuten, ist eine Hilfe durch den Menschen unnötig. Man kann dem Tier prinzipiell die Häutung etwas erleichtern, indem man die Luftfeuchtigkeit etwas erhöht - dies macht aber nur Sinn, wenn man das schon während der Häutungsvorbereitung macht, liegt das Tier schon auf dem Rücken, kann man sich das Anfeuchten des Bodengrunds sparen, da es sicher keinen positiven Effekt mehr auf die Häutung haben wird. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Tier (besonders ein junges oder sehr altes) in der alten Haut stecken bleibt, ist die Häutung nach mehr als 24 Stunden noch nicht abgeschlossen, oder zieht das Tier vielleicht sogar die alte Haut noch hinter sich her, da es in ihr feststeckt, hat man wahrscheinlich eine fehlgeschlagene Häutung, die ab und zu leider vorkommen kann.

    In diesem Fall kann es hilfreich sein, das betreffende Körperteil mit Wasser zu befeuchten bzw. zu besprühen, erst wenn das Tier dann immer noch nicht rauskommt, kann man ganz vorsichtig mit einer Pinzette versuchen, die Haut abzuziehen. Experimente mit einer Schere und einem Messer sollte man tunlichst vermeiden, steckt die Spinne in einem Bein fest, wird sie es schlimmstenfalls abwerfen, das mag vielleicht optisch nicht ganz so schön aussehen, ist aber allemal besser, als das Tier durch Zuhilfenahme von „Operationswerkzeugen" ernsthaft zu verletzen. Ich weise ausdrücklich daraufhin, dass dies lediglich Möglichkeiten sind, einem Tier zu helfen, was in der alten Haut feststeckt, eine Garantie für den Erfolg dieser Maßnahmen kann und werde ich nicht geben.

  • Was sollte man vor und während einer Häutung vermeiden?

    • Futtertiere sollten aus dem Terrarium genommen werden, während des Häutungsprozesses ist die Spinne schutzlos und kann von herumlaufenden Heimchen angefressen werden
    • Stress, denn dieser kann für das Tier schlimme Folgen haben und sogar dazu führen, dass die Häutung nicht vernünftig abläuft und das Tier in der alten Haut stecken bleibt. Vermeidet es also einem Tier, das offensichtlich kurz vor der Häutung steht, immer wieder Futtertiere vor die Nase zu halten, in seinem Terrarium zu fuhrwerken, es sogar auf die Hand zu nehmen etc - alle diese Dinge lösen Stress aus.
    • Das Anfassen des Tieres sollte man auf jeden Fall vermeiden, da der neue Chitinpanzer noch sehr weich ist, kann man dem Pflegling sehr schnell ernsthafte Verletzungen zuführen, auch sollte man sich mit dem Gedanken abfinden, das sich ein Tier generell auf dem Rücken häutet, die Spinne wird immer die für sie günstigste Position wählen. Vvor Kurzem hat sich meine Citharischius crawshayi auf den Rücken gelegt und fing an zu strampeln, als ich kurze Zeit später wieder zu ihr schaute, war sie wieder auf den Beinen und entschloß sich, das Ganze dann doch in aufrechter Position durchzuführen.
  • Woran erkenne ich, das sich ein Tier gerade häutet?

    Ab und zu lese ich im Forum, dass ein Anfänger traurig ist, weil seine Spinne gerade verstorben ist, denn sie liegt auf dem Rücken, oder das sich eine Spinne immer ohne Grund auf den Rücken legt und sie der besorgte Pfleger wieder richtig herum dreht, was einen doch etwas zum Schmunzeln, aber auch zum Kopfschütteln bringt. Eine Spinne kann durch das Unterziehen der Beine sterben, dies passiert z.B. durch Dehydrierung, oder durch einen normalen Alterstod, beim „Ableben" durch eine Krankheit ziehen sie allerdings eher selten die Beine unter. Ich habe bisher noch von keinem Exemplar gehört, das vor dem Tode auf den Rücken gefallen ist (wobei ich einzelne Ausnahmen aber nicht ausschliesse). Theoretisch kann eine Spinne natürlich an einer Scheibe klebend sterben, runterrutschen oder runterfallen und dann auf dem Rücken liegen bleiben. Liegt eine Spinne also auf einmal auf dem Rücken, ist sie wahrscheinlich gerade dabei, ihre alte Haut abzustreifen. Das kann dann so aussehen:

    Besonders bei bodenbewohnenden Spinnen beobachtet man diese Art der Häutung sehr oft. Wenn man dann mal ganz genau hinsieht, sieht man, wie sich die Beine ab und zu mal bewegen, dann kann es auch wieder vorkommen, dass die Beine kurzfristig wild zappeln - schaut beim nächsten Mal einfach mal hin, man sieht für gewöhnlich sehr schnell, dass das Tier nicht tot ist, sondern sehr wohl „arbeitet". Das sich Spinnen ausschliesslich auf dem Rücken häuten, ist aber falsch, ich selber habe auch eine Häutung schon in stehender Position beobachtet, auch auf der Seite liegend ist das durchaus nicht ungewöhnlich. Baumbewohnende Spinnen häuten sich oftmals in ihrem Wohngespinst, die Art und Weise kann dort sehr unterschiedlich sein, da sie mehr oder weniger frei in ihrem Gespinst hängen, ist eine Häutung in nahezu allen Positionen möglich. Wer der Meinung ist, seine Spinne in Rückenlage wieder umdrehen zu müssen, handelt verantwortungslos und grob fahrlässig, da er der Spinne immer wieder die Chance nimmt, diesen kraftraubenden Prozess schnell hinter sich zu bringen, am Besten vermeidet man jeden Stress vor und während der Häutung und jegliche Berührungen des Tieres.

  • Woran erkennt man, dass sich ein Tier bald häuten wird?

    Hier kommen wir nun zum Knackpunkt, denn diese Frage ist eine kleine Wissenschaft für sich, besonders Anfängern fällt es oft schwer, dies einzuschätzen, dem erfahrenen Spinnenhalter fällt dies leichter. Ich persönlich würde da zwischen optischen und verhaltenstechnischen Aspekten unterscheiden, optisch in Bezug auf das Aussehen der Spinne, wobei man dies meistens erst unmittelbar vor der Häutung und auch nicht bei allen Gattungen erkennen kann, verhaltenstechnisch in Bezug auf das Verhalten im Terrarium abweichend von der „Norm". Auch hier weise ich darauf hin, dass dies nur allgemeingültige Richtlinien sind und dies auch hier von Individuum zu Individuum unterschiedlich sein kann. Generell sollte man auf mehrere Anzeichen als Indiz achten, da nur eins von den genannten Anzeichen im Verhalten auch auf natürliche Phänomene, oder auch auf eine Krankheit hinweisen kann.

    Anzeichen im Verhalten

    Futterverweigerung:
    Eine Vogelspinne in der Häutungsvorbereitung wird i.d.R. kein Futter mehr annehmen, sollte dies bei dem eigenen Tier der Fall sein, kann man ruhig eine erneute Futtergabe in etwa 14 Tagen versuchen, sollte dies mehrfach scheitern, kann das Tier durchaus in der Vorbereitung für eine Häutung stehen. Da Vogelspinnen monatelange Fresspausen einlegen können, spricht die Futterverweigerung alleine aber nicht zwangsweise auf eine Häutungsvorbereitung.

    Verbarrikadieren und Buddeln:
    Da die Tiere während der Häutung schutzlos sind, werden sie sich möglichst in einem geschützen Bereich häuten, um jegliche Störungen oder das Eindringen von Fressfeinden zu vermeiden. Baumbewohnende Arten haben oftmals ein grösseres Gespinst, in dem sie auch wohnen, bodenbewohnende Arten verschanzen den Ort, an dem die Häutung stattfinden soll, indem sie ihn mit Spinnweben und allerhand Materialien zubauen, um Fressfeinde nicht an sich heranzulassen. Bombardierspinnen haben dazu noch die Besonderheit, dass sie rings um den Ort der Häutung ihre Brennhaare abstreifen und verteilen, auch dies dient zur Abwehr potentieller Angreifer.

    Träges Verhalten:
    Häufig kann man beobachten, das Vogelspinnen in der Häutungsvorbereitung sehr träge sind und sich kaum noch bewegen bzw. noch langsamer, als das ohnehin schon der Fall ist. Extreme Trägheit kann aber auch Anzeichen einer Krankheit, z.B. Nematodenbefall sein.

    Extrem viel spinnen und bombardieren:
    Fängt eine Spinne aus heiterem Himmel an, wie wild zu spinnen, obwohl sie ein Wohngespinst hat und in letzter Zeit kaum gesponnen hat, kann dies das Spinnen eines Häutungsteppichs bedeuten (dies passiert oftmals unmittelbar vor der Häutung), auch das Abstreifen vieler Brennhaare ohne ersichtlichen Grund könnte ein Anzeichen einer unmittelbar bevorstehenden Häutung sein, hat das Tier sich dabei eine Glatze abgerubbelt, so gibt es noch ein weiteres Merkmal, woran man eine baldige Häutung erkennen kann (zumindest bei Bombardierspinnen).

    Äusserliche Anzeichen

    Mit äusserlichen Anzeichen meine ich das direkte Aussehen des Tieres, hier möchte ich zwischen Bombardierspinnen und Nichtbombardierspinnen unterscheiden.

    Bombardierspinnen kann man an der Glatze ansehen, ob sie sich bald häuten, oder nicht. Hat sich eine Bombardierspinne so weit ihrer Brennhaare entledigt, dass man die nackte Haut sehen kann, so kann man dort sehr schön erkennen, wie bald man eine Häutung erwarten kann. Ist das Abdomen hell(er), hautfarbig, fleischfarben, steht eine Häutung nicht unmittelbar bevor, wobei es natürlich nicht ausgeschlossen ist, das die Spinne sich kahlbombardiert hat, weil sie in Häutungsvorbereitung steht (die Vorbereitung kann ja, wie oben erwähnt, durchaus mehrere Monate dauern) die Häutung selber ist aber noch nicht so bald zu erwarten, Ist das Abdomen aber dunkel gefärbt, so könnte es bald mit der Häutung losgehen. Eine Dunkelfärbung des Amdomens kommt nicht daher, dass sich die Haut dunkel gefärbt hat, sondern unter der alten Haut bildet sich schon die neue Haut des Abdomens und die ist natürlich wieder vollständig mit Brennhaaren bedeckt und scheint durch die alte Haut durch, wodurch die Dunkelfärbung entsteht. Auf den folgenden Bildern könnt Ihr das gut erkennen.

    Hier das Abdomen einer 1.0 Brachypelma smithi, es ist hell und fleischfarben - dieser Bock wird sich nicht in kürzester Zeit häuten:

  • Als Nächstes das dunkel gefärbte Abdomen einer 0.1 Brachypelma smithi - dieses Weib wird sich aller Vorraussicht nach bald (<14 Tage) häuten:

  • Bei Spinnen, die nicht bombardieren können, kann man dieses äusserliche Anzeichen natürlich nicht als Indiz für eine baldige Häutung nehmen, da sich diese Spinnen keine Glatze rubbeln können, kann man auch nicht unter die darunterliegende Haut schauen und muss sich daher allein auf Anzeichen in ihrem Verhalten verlassen.

    Ach ja, natürlich heisst das alles nicht, dass man Bombardierspinnen eine bevorstehende Häutung immer an der Färbung der Glatze ansehen kann. Hält es eine Bombardierspinne nicht für nötig, ihre Brennhaare abzustreifen, weil es keine Gefahr gab, oder weil sie dies nicht für eine Häutungsvorbreitung für erforderlich hält, so hat sie auch keine Glatze, bei der man die neue Haut durchschimmern sehen kann. Bombardierfaulen Bombardierspinnen kann man eine bevorstehende Häutung dann also auch nur am Verhalten ablesen. Es kann also theoretisch vorkommen, dass sich eine Bombardierspinne zur Häutung auf den Rücken legt, ohne ein einziges Brennhaar abgestriffen zu haben, normalerweise wird sie aber zumindest ein paar Stunden vor der Häutung das Terrarium ausgiebig mit Brennhaaren versehen.

  • Was muss ich nach der Häutung beachten?

    Wenn man auf einmal zwei Spinnen in seinem Terrarium sitzen hat, hat man bzw die Spinne es geschafft und die Häutung ist erfolgreich verlaufen. Aber auch nach der erfolgreichen Häutung sollte man einige Richtlinien befolgen. Zuallererst muss der Chitinpanzer aushärten, dieser ist noch extrem weich, betrachtet man einmal die Chelicerenklauen, so stellt man fest, dass diese milchig weiß sind. In diesem Stadium sollte man der Spinne keinesfalls schon Futtertiere geben, da die Tiere auch jetzt noch die Spinne verletzten können, zudem kann die Spinne noch überhaupt keine Nahrung zu sich nehmen, selbst wenn sie das wollte, oder könntet Ihr mit Zähnen, die weich wie Lakritze sind, in einen Apfel beissen ? Je älter das Tier ist, desto länger dauert das Aushärten, während man einen Spiderling schon nach ein paar Tagen wieder füttern kann, sollte man bei einem juvenilen Tier mehr als 7 Tage warten, ein adultes, frisch gehäutetes Tier sollte man nach frühestens 2 Wochen wieder füttern, ich persönlich warte ca. 3-4 Wochen, bevor ich wieder Futter anbiete (diese Angaben sind alle meine persönlichen Erfahrungswerte). Auch wenn man scharf auf die Exuvie ist, sollte man sie nicht zu schnell entfernen, ich habe gehört, dass Vogelspinnen diese ab und zu aussaugen, leider weiss ich nicht, was an dieser Theorie dran ist.

    So, das soll es von meiner Seite aus gewesen sein, ich hoffe mal, dass ich so die gängigsten Fragen und Probleme mit diesem Artikel klären konnte, leider erhebe ich wie oben erwähnt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ich würde mich aber freuen, wenn besonders Anfänger durch diesen Text Fehler vermeiden und auch die Nervosität vor einer Häutung etwas reduzieren können. Bitte bedenkt immer, Spinnen haben sich schon hunderte Millionen von Jahren vor unserer Zeit gehäutet und sie haben es erfolgreich geschafft, die heutigen Spinnen bilden da keine Ausnahme.